Realm Earth - Höllenstern


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nebenbei bemerkt:

27.08.2011 06:57

mood | phoenix
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some ass stole my shoes - the fuck, WHY? *gone shopping*
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ich will zeugnis ablegen bis zum letzten, tagebücher 1942-1945  - victor klemperer (S. 5 von 928)
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Kleine Bosheiten erhalten die Fatwa. But as they say, no guts no glory.

 


Farlander

03.06.2011 20:04

mood | dry cleaned
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messing up with messing up life
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farlander - col buchanan (finished)
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Fünf Argumente für den Farlander

"Was ist das?"
 "Ein Busch."
 "Das sehe ich, aber was ist so besonders daran?"
 "Was meinst du damit?"
 "Warum stehen wir hier und starren ihn an?"

"Das ist nicht bloß ein Mädchen, Nico. Das ist die Tochter meines Meisters, und du solltest besser die Augen von ihr lassen. Von den Fingern ganz zu schweigen. Mein Meister ist sehr um sie besorgt."
 "Barachas Tochter?" Diese Vorstellung verblüffte Nico.
 "Nico, deine Vorliebe oder Abneigung für jemanden hat nichts mit dessen Fähigkeit zu tun, Nachkommen zu zeugen."

Als Aléas versuchte, das Gleichgewicht zu halten, traf ihn Nicos Fuß so präzise in die Weichteile, dass er unter dem Anprall ins Schwanken geriet.
 Aléas wurde bleich.
 Er glitt zu Boden, stieß die Luft aus und legte die Hände über seinen Schoß. "Heilige Güte", keuchte er. "War das wirklich nötig?"
 "So sind nun einmal die Entscheidungen, die wir in dieser traurigen Welt treffen müssen. Bitte schön!"

"Gaslichter", erklärte Asch, gerade als Nico den Mund aufgemacht hatte und fragen wollte. "Es gibt ausgedehnet Gasvorkommen unter der Stadt, und daher wird es überall dort benutzt, wo es an die Oberfläche tritt."
 Nico versuchte sich vorzustellen, was der alte Mann damit meinte.
 "Stell dir die Dämpfe vor, die aus dem hinteren Ende eines Schweibs dringen", kam Asch ihm wieder zuvor.  "Du kannst den Geruch auf Flaschen ziehen oder ihn kanalisieren, und er brennt, wann immer du ihn brauchst."
 "Sie füllen das Glas ab, das den Schweinen aus dem Arsch kommt?"
 Der alte Mann seufzte. "Nein, Nico. Ich wollte dir damit nur ein Beispiel geben. Aber man benutzt hier das gleiche Prinzip."
 "Ich hatte mich schon gefragt, warum es in Q´os so schrecklich stinkt."
 Asch drehte sich um und betrachtete ihn. Der alte Mann schob die Unterlippe vor und zog sie langsam wieder zurück.

"Das ist eine großartige Weise, Euren Gesellen anzulernen. Sagt ihm so wenig wie möglich, auch wenn er fragt."
 "Im Feld ist es immer am besten, wenn du alles für dich selbst herausfindest."
Nico schnaubte verächtlich. "Eine bequeme Theorie, denn sie schützt Euch davor, Fragen beantworten zu müssen."
 "Ja, das auch."


Meine Meinung

Schwächen: Der Buchanan hat ein paar kleinere Makel, über die hinwegzusehen sich gelohnt hat. Wenn man sich erst einmal über die ersten 150 Seiten geholfen hat mit der Freude daran, daß viele Elemente vertrauter Weltkulturen halbwegs einfallsreich und interessant neu zusammen gesetzt wurden - und man kann diese 150 Seiten tatsächlich ertragen - muß man nur noch das Mißfallen über die wenig glaubhafte Belagerung von Bar-Khos überwinden. Daß Buchanan manchmal ein wenig ungeschickt darin ist, Alltäglichkeiten zu beschreiben, hat jedenfalls keine Auswirkungen auf zahlreiche Momente einprägsam erzählter Notdurft.

Charaktere: überzeugend in ihrer Menschlichkeit, genial umrissene Szenen gegenseitigen Umgangs, passable Konflikte, perfekt angemessener Humor.

Plot: nach einem gemäßigten Einstieg in eine Schüler-Lehrer-Geschichte... die sind verrückt - völlig verrückt!

lesenswert: jawoll.

 


Es ist nicht alles Kiss, was...

03.06.2011 04:13

mood | sleepwalking
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being stubborn
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farlander - col buchanan (S. 348 von 701)
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Ich könnt:

03.06.2011 03:04

mood | hidden
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ich könnte n blues schreiben über den mann, der angst vor seiner eigenen wut hat und dabei so rational ist, daß er aufhören kann zu lieben, weil lieben keinen sinn macht. oder über den mann, bei dem man nie genau weiß, ob und wann und wie schnell er das interesse verliert oder den mann, der glaubt, daß man erst probleme lösen muß, bevor man wo ankommen kann, und der nicht sieht, daß dieselben probleme das ganze leben lang immer wieder zu lösen sind.

ich könnt n blues schreiben über die frau, die sagt sie will dies, und dann dies nicht sondern das, und dann das nicht, sondern ne freundin und über mich, die ich nicht weiß, wie ich besser freund sein kann als indem ich tu, was ich tat; und über die frau (das bin jetzt ich), die zuviel denkt, und die spiegel an all die andern verschenkt und ich schreibe nichts, ich schreib keinen satz mehr, ich schreibe kein wort.

 


Ich mag den Sommer, weil:

30.04.2011 11:56

mood | dedicated to
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turning down a weekend
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Aber ich hasse Wochenenden. An diesem Samstag bin ich so früh aufgestanden, daß ich vieles erledigt bekomme und abends früh, bevor ich in ein Loch falle, weil keiner da ist, umfallen werde und einen Dornröschenschlaf halten. Vielleicht auch einen Dornkaktusschlaf. Wenn man mich weckt, pieks ich!

 


Ne Lieblingsstelle:

09.04.2011 00:46

mood | precious!
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following the ring
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das große spiel (3) - dave duncan (S. 157 von 729)
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Weißt Du, eine Deiner wunderbarsten Eigenschaften ist es, dass die Leute in Deiner Gegenwart wieder anfangen nachzudenken. Tiefer zu gehen, zu zweifeln. Das ist wirklich eine ganz große Gabe. Ich stell das nicht zum ertsen Mal fest, und das ist auch ein Teil, der Dich so besonders macht. Die Leute bewegen sich durch Deine Hartnäckigkeit und reflektieren sich selbst durch Dein Fordern. Wenn es jemand hinkriegt, dann kannst Du diesen dämlichen Holzkopf mit Leben füllen.

 


Schmuck-Tragen für Ungeübte (Dezenz)

29.03.2011 02:05

mood | wilful
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Stilblüten universitären Lebens (2)

21.12.2010 20:38

mood | fighting
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Aufgestellt vor den Lesesälen der Universitätsbibliothek der Geisteswissenschaften, Frankfurt am Main. Kaugummiautomaten sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.

 


Meins!

04.12.2010 19:13

mood | okay
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Das hier ist meine. Ursprünglich wollte ich, da ich an der Fotographie sehr interessiert bin und kein Faible dafür habe, halbherzig Sachen zu kaufen, die ich dann bald nicht mehr brauchen kann, gleich eine Canon Eos in Sempipro-Ausstattung zulegen. Abgesehen davon, daß ich das Geld dafür im Moment einfach noch nicht zur Verfügung habe, sprach aber noch ein anderes Argument dafür, ein "Einsteigermodell" zu erwerben: ich kann damit wirklich Einsteiger sein, sie ist bequem überallhin mitzunehmen und erlaubt mir auch, mich mit dem Fachwissen ganz gemächlich Stück für Stück auseinanderzusetzen. Mit der von mir heiß begehrten Serienbildfunktion kann ich mich auch später noch befassen. Eine kleine Macke im Lack hat sie auch schon, ich kann also mit Fug und Recht behaupten, daß ich Anspruch auf dieses Gerät erheben darf.

Demnächst ist mit Bildern zu rechnen. Ich hab ja sogar meine Handykamera schon benutzt, aber die ist erstens zu umständlich und zweitens zu unzuverlässig - mal gehts, mal gehts nicht. Und da ich mit einem Handy vor allem das tun will, wofür es heute kaum noch einer benutzt - telefonieren! - hielt ich eine Digitalkamera für durchweg standesgemäß. Natürlich könnte ich mein Handy auch mal zur Reparatur geben. Es steht... auf der Liste. Weit unten.

 


Stilblüten universitären Lebens (1)

03.12.2010 23:42

mood | okay
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Bringmann: "Ich war beteiligt, jetzt kann mans ja sagen, ich habe aus vielen amerikanischen Jeeps die Zigaretten entwendet." Im Zusammenhang mit dem von Bringmann erlebten Währungszusammenbruch, der mit dem Fall Hitler-Deutschlands in Verbindung steht. Bis 1948 war in Deutschland eine Tauschwirtschaft maßgeblich, was alle wollten, waren Zigaretten. Bringmann war neun.

(Klaus Bringmann gibt derzeit eine Vorlesung zur Kulturgeschichte des antiken Griechenlands an der Goethe-Universität Frankfurt.)


"Der Studiendekan ist selbst Didaktiker, der bringt dann solche Themen wie Textverständnis auf den Plan, ich als Historiker find das ja ganz gut. Aber dann gehts schon los, da sitzen dann die Philosophen und fragen: 'Was ist eigentlich Textverständnis?' "

(Christian Kleinert gibt ein Proseminar für Mittelalterliche Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt.)

 


Die vor Säue geworfene Perle findet man unter Schweinen

26.11.2010 23:13

mood | relieved
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Ich kann das noch gar nicht recht glauben. Wieviel Schwein kann man inmitten all des Elends haben? Ich bin noch nicht einmal fertig damit, private Rückschläge zu verarbeiten, da kugelt das liebe Universum, das ich auch treu und wahrscheinlich tagtäglich darum gebeten habe, mir zu helfen glücklich zu werden, DEN Job meines bisherigen Lebens vor die Füße.

Ich werde Hauslehrerin. Vier Stunden die Woche für 18 Euro in der Stunde - das ist der höchste Betrag, den ich jemals pro Stunde verdient habe, mehr als das Doppelte als bei der Taxizentrale, die ich mittlerweile verließ - angelegt über einen Zeitraum von mehreren Jahren darf ich ein hoch intelligentes, aber sehr scheues Mädchen auf seinem Lebensweg zum Abitur begleiten. Das geht weiter über bloßen Nachhilfeunterricht hinaus. Ich habe mir sagen lassen, daß ausgebildete Lehrkräfte sich sowas noch mehr vergolden lassen, aber ich bin nicht ausgebildet und vollauf zufrieden. Ich mag das Mädchen sehr. Ich habe so große Pläne, humanistische Ideen gepaart mit dem Wissen um deren Macken und Schwächen.

Das ist, warum ich Lehrerin werden will. Nicht, um 30 Kinder ins Mittelmaß zu verlieren, sondern um die Perlen aus dem Schweinestall zu holen. Das heißt nicht, daß ich die 30 von vornherein aufgegeben hätte oder nicht unterstützen wollte, aber: mein Herz wird bei den Perlen sein, immer. Denn ich war auch eine, und die habens auch nicht leicht.

Und dann ist es immer noch, das Mädchen wird mich finanziell durchs Studium bringen. Jetzt ist meine Woche aber auch voll, mehr geht nicht. Auf gar keinen Fall noch mehr. Himmel. Ich kann Bücher kaufen. Hemden, die meine Armut nicht mehr zeigen. Ich kann für Ferienzeiten sparen, wenn weniger los ist. Ich kann meine Kraft in einen ehrgeizigen und lieben Menschen stecken und ihm helfen herauszufinden, was er will.

Es war pures Glück - ich war früher da, als der Vater des Mädchens anfragte, und der Vater schilderte mit meiner Chefin gemeinsam, was gesucht ist, ich saß dabei und fühlte mich gar nicht angesprochen, bis meine Chefin sagte: "Sie ist sehr gut." - und mir zunickte. Da hab ich den Vater angeguckt, mußte lachen und meinte: "Ach, ich soll das machen? Ich hab Ihnen zugehört, aber irgendwie das alles nicht auf mich bezogen." Und damit ist das alles in die Gänge gekommen. Ab Januar gehts los - bei solchen Jobs kann es immer vorkommen, daß es nicht klappt, man sitzt so schnell auf der Straße wie ein Tagelöhner. Aber die Familie des Mädchens ist schon seit Jahren bekannt und vertraut. Und selbst wenn nicht, Himmel. Allein das Angebot ist ein Segen weit über die bloße Erlösung von Schmerzen hinaus. Es ist eine Option das zu tun, was ich tun will.

Ich könnte heulen vor Dankbarkeit. Grinsen auch.

 


Ich weiß nicht, es ist schwer, eine Gewehrmündung zu überzeugen. (Freytag, Das Feuerschiff - Lenz)

03.11.2010 16:01

mood | dumped
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Hier ein Auszug eines Briefes meines Chefs an mich, wobei die Namen, an denen mir jeweils gelegen ist, entfernt wurden - beziehungsweise auch nicht entfernt wurden. Leider ein bißchen schief geraten:

Bilanz: ein paar Tage Knochenweh vom Sturz, eine Schramme am Schienbein, ein Mann, der herumerzählt, ich hätte ihn mit einer Eisenstange geschlagen (er verwechselt da, was ich gern getan hätte und was ich getan habe, sein Ruf bei seinen Türkenkumpels interessiert mich gerade sehr), grundlegende Erkenntnisse über das Rechtssystem, Möglichkeiten zum Umgang mit Gewalt - Menschenwürde! - und die Genugtuung, daß er nie wissen wird, daß er mir eigentlich einen Gefallen tat, als er mich durch den Flur trat.

 


the inner circle

29.10.2010 21:51

mood | dumped
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Es gibt Arbeit, die sich nur allein tun läßt. Im Dunkel, im Halbdunkel oder in der verzweifeln lassenden Gleichgültigkeit, wie sie das Licht eines klaren Morgens besitzen kann. Wenn aber schon ins Alleinsein gedrängt wider Willen mir die Arbeit zu tun nahe gelegt ist, so muß sie auch richtig getan sein, also vollkommen allein. Mein innerer Kreis ist leer. Das nicht ohne Bedauern - wer die Größe hat und die Geduld, der möge warten und mit mir rechnen. Denn mit mir wird fortan zu rechnen sein!

 


Zeichnen für Anfänger

13.07.2010 00:32

mood | unausgeschlafen
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Die Hitze macht nicht nur mich fertig, sondern auch meinen Steckdosen-Adapter für das Internet. Es ist nicht das erste Mal, daß ich den jetzt für eine Stunde in den Kühlschrank gelegt habe. 

Mit mir selbst funktioniert das leider nicht. Der Temperaturen wegen schlafe ich nicht gut und fühle mich ständig unausgeruht. Ich habe aber trotzdem Tatendrang. Heute habe ich mich mit Jessi zusammen an die Übungen eines Buchs gesetzt, das mir vor Jahren in die Hände fiel, die dazu dienen, die visuelle Wahrnehmung speziell für das Zeichnen zu schulen. Wir wollen beide unsere Fähigkeiten verbessern.

Heraus kam dabei die Erkenntnis, daß 1.) Jessi mir überlegen ist (was mich nicht überrascht, sie hat einfach viel mehr Übungspraxis und Geduld investiert in ihr Hobby als ich) und daß 2.) wir beide noch verdammt viel zu lernen haben. Jessi hat eine klar erkennbare Linienführung, die sie unterschiedlich gestalten kann, während mir von vier Methoden nur zwei gelungen sind. In Sachen Symmetrie ist ihre Arbeit außerdem ein gutes Stück regelmäßiger geraten als meine. Da bleibt nur eins: mehr üben! 

 


Lektionen eines Schriftstellers (1): Entweder ist es magisch oder realistisch.

11.07.2010 01:11

mood | dornröschen wurde wachgeküßt! wieso krieg ich tritte? nur weil ich dem letzten küsser gesagt hab: "hau ab"?
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Zur Zeit läßt mich mein aktuelles Buchprojekt nicht aus den Klauen. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht wenigstens eine Kleinigkeit daran gearbeitet ist. Zum ersten Mal seit Jahren habe ich eine Geschichte derart detailreich präsent, daß sie nicht auf einem Stimmungsbild als fruchtbarem Kern des Ganzen basiert, sondern auf einer konkreten, komplexen, mehrschichtig angelegten Handlung.

Dabei habe ich noch keine Seite Reintext geschrieben, abgesehen von den dreien oder vieren, die das Projekt erst ins Laufen brachten. Unnötig zu erwähnen, daß diese Seiten längst überarbeitungsreif sind und wahrscheinlich nur passagenweise übernommen werden können. Dafür existiert mittlerweile ein Glossar von über 30 Seiten. Ich habe ein Programm namens StoryBook ausprobiert, das einem hilft, Szenen und Charaktere zu ordnen und Handlungsstränge zeitlich vergleichbar anzulegen. Aber ich muß sagen, ich kehre doch lieber wieder zu den Arbeitsmethoden zurück, mit denen ich auch mein erstes Buch verfaßt habe: mein Kopf und ein Dokument, in dem ich den Handlungsablauf stichwortartig skizziere und mir Ideen notiere, die ich später einbauen möchte.

Ein paar Probleme gilt es schon noch zu lösen, bevor ich anfangen kann. Wer seine Magie-Theorie so realistisch gestaltet, daß sie nicht mehr funktioniert, ist eindeutig einen Schritt zu weit gehoppelt und hat keinen Raum für die Fantasie gelassen. Und jetzt muß ich da vorsichtig im Rückwärtsgang wieder heraus manövrieren, wozu ich ehrlich gesagt nicht allzu viel Lust habe. Mich reizt es gerade viel mehr, mich mit meinen Orks zu beschäftigen, wobei mein Lehrmeister in Sachen Grünhäute sich derzeit auf den Komoren befinden dürfte - und darüber hinaus keine Ahnung davon haben, wozu ich ihn auserkoren habe. Greifbar dagegen ist meine Ansprechpartnerin für eine bestimmte Elfenrasse, und für den Charakter, der diese Rasse vertritt, mache ich gerade sein Grobkonzept fertig. Was die Handlung angeht. Der Charakter ist schon über Jahre hinweg geschliffen worden, ich darf ihn mir für das Buch netterweise ausborgen.

Am liebsten würde ich auch etwas über das Konzept modularen Schreibens erzählen, das ich gerade für mich entwickle, ohne den Anspruch darauf zu erheben, daß andere das nicht vor mir und tiefgründiger getan haben.  Das dann aber vielleicht beim nächsten Mal.

 


alla-Khazzam!

23.06.2010 17:19

mood | doch, es nervt mich tierisch. aber was soll ich machen? man kann menschen nur so nehmen, wie sie sind. das gilt auch für liebe...
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gaming | wow nightelf paladina (80), farmerama


Da ist mir heute Alwarra nach x Jahren ins ICQ gestolpert mit einem neuen Projekt. Ein neuer Blog, den sie benutzen will, um mit ihrer Grafik-Malerei-Zeichnerei weiterzukommen. Natürlich mußte ich mir das mal ansehen, und darüber sind wir wieder ins Gespräch gekommen. Über alte, gemeinsame, liegen gebliebene Projekte, unser Leben hier und jetzt.

Ich habe mich entschlossen, ihren Blog zu linken. Wenn sie drei Monate lang nix dran tut, fliegt er wieder raus, denn ich mag eigentlich diese Seite aktuell halten - und auch nur Links anbieten, bei denen es sich lohnt, ab und an vorbei zu schauen. Ihr findet den Blog jetzt links unten unter ext Khazzam. Oder eben hier. 

Daraufhin sah ich mich gezwungen, mich mal in Facebook zu registrieren, weil ich wenigstens einen Beitrag dazu leisten möchte, den Kontakt nicht wieder zu verlieren... und eigentlich ist das Network ganz lustig. Schade, daß man keine Nicks haben kann, sondern den realen Namen angeben muß. Oder man muß es nicht, und ich hab es nur nicht rechtzeitig gecheckt. Das Profil bietet aber trotzdem genug Platz für Eigenbrötlerei und das Anmelden ist jetzt auch nicht allzu stressig. 

Auf meiner eigenen Site gibt es vornehmlich Neuigkeiten in Bezug auf meine games-Seite. Dort läßt sich tatsächlich was zum Lesen finden, auch wenn das Design noch nicht fertig ist und es bislang nur um World of Warcraft geht.

 


Arbeit, Arbeit

15.06.2010 15:58

mood | and thank you for the new shoes
now working on | my room
now reading | none
gaming | wow nightelf priestess (80)


Also, den Dreh scheine ich jetzt rauszuhaben. NVU darf man nicht benutzen, um damit Dateien hochzuladen, man öffnet am besten nur lokal gespeichertes HTML und lädt das dann mit Hilfe eines genehmen FTP Programmes hoch. Sollte auf dem Server ein Dateienchaos herrschen, läßt sich dieses auf diese Weise leicht beheben. Ich wage aber zu bezweifeln, daß aus mir je ein vernünftiger Web-Designer wird - ich halte mich lieber an Vorlagen und grinse, wenn Patrick (Mathematiker und Informatiker) sich den Code ansieht und in ehrlicher Bestürzung fragt: Was macht das eigentlich?

Seit einigen Wochen bin ich dabei, meinen physischen Besitz in den Griff zu bekommen. Am Sonntag erst ist kiloweise Papier rausgeflogen, das mir die Luft zum Atmen nimmt. Freigeist sein ist toll, aber man neigt dann dazu, weil man sich für (fast) alles interessiert, auch (fast) alles aufzuheben. Ich habe festgestellt, daß ich in Chaos nicht mehr leben möchte. Ein gewisses Chaos mag kreativ sein, ab dem Moment, wo es dreckig wird, weil das Chaos einen daran hindert, etwas zu erledigen - wie Putzen und Aufräumen - langts. Ich will das nicht mehr. Und scheinbar muß ich das auch nicht mehr ertragen. Ein seltsames, durchaus angenehmes Gefühl, spontan Besuch haben zu können, weil mit wenigen Handgriffen alles tiptop ist...

ebenso ist es mit dem Sport. Ich bin regelmäßig am Laufen und scheine meinen Körper (zählt auch zum physischen Besitz, würd ich mal sagen) ebenfalls in den Griff zu bekommen. Seltsames, durchaus angenehmes Gefühl, zum Bus rennen zu können ohne hinterher außer Atem zu sein oder zu schwitzen...

und dann die Sache mit der Liebe. Davon erzähl ich hier nicht, aber zur Zeit bin ich dermaßen rappelig, daß diese Energie zu irgendwas umgesetzt werden muß. Ich würd ja gerne Nägel mit Köpfen machen - aber wie kann ich mir das von Herzensmenschen wünschen, wenn ich selbst noch dabei bin, das Metall dafür aufzubereiten? Ja. Ja, ich habe mehrere Herzensmenschen. Ist doch kein Wunder, wenn man keine Nägel mit Köpfen macht!

 


Neue Software, neues Glück?

14.06.2010 22:00

mood | either one-eyed or blind
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now reading | none
gaming | several characters


Leider läuft der Dreamweaver auf Vista ja einfach nicht. Und es ist so mühsam, die Seiten auf dem Notebook zu erstellen, rüberzutransferieren, hochzuladen.... also konnte ich mich ein halbes Jahr lang offensichtlich nicht so recht aufraffen, etwas an meiner Site zu arbeiten. 

Und ich weiß auch nicht, ob das nicht wieder so sein wird. Ich hatte mir den Kompozer runtergeladen, mit dem ich aber nicht so recht zurecht kam. Jetzt versuche ich es mit NVU, das auf dem Kompozer aufgebaut ist. Meine Lieblingsfunktion habe ich jedenfalls noch nicht entdeckt, das muß ich wohl immer im Quelltext einfügen. Was Rotze ist.

Edit: beim ersten Versuch, diesen Eintrag hochzuladen, hab ich die Funktion gefunden. Spitze.

 


Bücher

31.01.2010 19:24

mood | water colors in the snow
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gaming | wow nightelf priestess (80), wow bloodelf rogue (16)


Weil ich gerne mal wieder mit meinem besten Freund ein Projekt gemeinsam umsetzen möchte, kommen auf meiner Website zuallererst die Bücher dran - ich finde ohnehin, daß dieses Credo in den meisten Lebenslagen seinen Wert hat. Es sei denn natürlich, Menschenleben sind in Gefahr oder es geht um Scheiterhaufen.

 


baby steps

31.01.2010 18:10

mood | still hurt
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gaming | wow nightelf priestess (80), wow bloodelf rogue (16)


Kleinschrittiges Vorgehen ist nicht nur für die Forschung eine oft (nicht immer!) sinnige Methode. Für das richtig echte Leben kann das auch hilfreich sein. Wichtig: nicht die Übersicht verlieren!

Bis zum 20. Februar habe ich mir von einigen Dingen eine Auszeit genommen, um in dieser Zeit an meiner Website zu arbeiten, die mir in zig Variationen und schon seit Jahren und immer unvollendet auf der Seele lastet. Diesmal wird sie fertig.

Ich habe mir, anstelle wie sonst zu versuchen selbst ein Design herzustellen, eines von jemandem geholt, der das besser kann als ich. Und da ich eine gewisse Affinität zu Japanern habe und die immer gut darin waren, Dinge bis zur Perfektion zu kopieren, hab ich das Design ein klein wenig an meine Bedürfnisse angepaßt. Das Grundgerüst soll möglichst schlicht und leicht mit Inhalt zu füllen sein. Bislang bin ich immer daran gescheitert, die Gestaltung der Seite so hinzubekommen, wie ich sie mir vorgestellt habe - dieses Problem sei damit ausgetrickst.

 


Jetzt reichts.

30.01.2010 23:13

mood | freundlich weit jenseits der grenzen rationaler freundlichkeit
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gaming | wow nightelf priestess (80), wow bloodelf rogue (16)


Ich habe keine erotische Stimme - ich bin heiser! *verzweifelt*

 


this blog

30.01.2010 21:42

mood | angry
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Dies ist kein klassischer Blog. Ich besitze einige Blogs auf entsprechenden Websites, mit Datenbanken, Kommentarfunktionen und Pipapo. Wenn mir jemand einen Kommentar hinterlassen hat, habe ich mich auch immer sehr gefreut - aber Fakt ist, ich habe gerade weder die Kenntnis noch die Geduld, mir einen Blog auf meinem eigenen Anteil am Webserver einzurichten - und nicht die Absicht, weiterhin werbeverseuchte Seiten zu benutzen oder noch mehr für Werbefreiheit zu bezahlen als den Obulus, den ich bereits an meinen Lieblingsprovider entrichte. Von daher muß es diese Seite erst einmal tun.

Patrick und ich haben in WoW noch ein oder zwei Projekte laufen, denen ich den Vorrang gebe. Doch wenn die erledigt sind, möchte ich ihn darauf ansetzen, aus meiner Seite einen richtigen Blog mit allen Schikanen zu machen. Mit allen Schikanen, die ich denn auch haben will. Rein theoretisch müßten mir die Mittel dazu zur Verfügung stehen, allerdings bin ich bei Weitem nicht versiert genug, meine Absichten technisch auch umzusetzen. Ich bin eben nur ein Wysiwyg-User.

Auf der Arbeit ist gerade die Hölle los. Seit 18 Uhr steht das Telefon nicht mehr still. Alle Wagen sind ständig belegt - und dann den Leuten immer dieselbe Leier erklären, warum es heute so lange dauert. Manche werden recht unverschämt. Ich bin mittlerweile hochgradig aggressiv. Am meisten hasse ich die südländischen Typen. Nicht, weil sie Südländer sind, sondern weil sie meinen, nur sie dürfen reden. Dann wollen sie etwas wissen und hören gar nicht zu. Da hab ich heute keinen Nerv für. Aufgelegt. Rückfrage - warum haben Sie aufgelegt - blablabla..... ich: deswegen.

Kritische Geister mögen sich fragen, warum ich trotzdem so viel schreiben kann, wenn ich kaum zu Atem komme. Ich lasse jeden Anrufer zweieinhalbmal klingeln. Das macht heute auch keinen Unterschied mehr, und in der Zeit kann ich dann Aufträge nachbearbeiten oder eben hier was tippen.

 


enemy mine

30.01.2010 20:25

mood | claustrophobic
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Sex ist eine Schlacht, und Liebe ist Krieg. Dann wird der Partner zum Feind, den man gut, mitunter nicht gut genug kennt. Und manchmal muß man diesen Krieg wie in einem Spiel auf Urlaubsmodus schalten, weil es wichtigere Probleme zu lösen gibt; denn manchmal hat man unter all den erlittenen und ausgeteilten Verletzungen das Gefühl, den Partner nicht mehr um Rat fragen zu können. Wird ein Feind dir nicht immer in den Rücken fallen, wenn er kann?

Wird er nicht. Rotes Kreuz im Kalender.

 





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